Montag, 20. Dezember 2010

Annahmen

Annahmen erleichtern das Leben. Sie reduzieren die Komplexität. Und ermöglichen somit das Erstellen von komplexen miteinander zusammenhängenden Aktivitäten.
Als Beispiel möge folgendes dienen.
Das Motorrad verreckt. Direkt vor einer Station des „Automovil Club Argentino“ oder kurz ACA in Puerto Piramides. Annahme: Glück gehabt.
Vor der Service Station steht ein Pannenfahrzeug, mit dem Fahrzeuge transportiert werden. Annahme: Sehr großes Glück gehabt.
In der Nachbarstadt, Puerto Madryn, gibt es eine Werkstatt, die zu vermuten läßt, daß dort das Fahrzeug repariert werden kann. Annahme: Beides kombinieren – ergibt Lösung des Problems.
Also somit in Puerto Madryn eine Werkstatt ausgesucht. Eine Unterkunft gesucht. Mit ACA vereinbart, daß ich die nochmal anrufe, damit sie mein Motorrad dorthin bringen.
Tja.
Das schöne an Annahmen ist – man sollte die auch immer überprüfen. Es könnte sonst sowas rauskommen wie: „Das Pannenfahrzeug hat derzeit keinen Motor. Wir erwarten den Ersatzmotor in ein paar Tagen aus Buenos Aires.“
Ich mein ich mag ja Herausforderungen. Aber ich befürchte heute brauch ich wieder Alkohol.

Somit sitz ich hier wieder in Puerto Piramides zurück halt bei der Servicestation und warte auf den großen Boss hier. Ich hoffe, der kann mir dann sagen, ob die auch ein Fahrzeug aus Puerto Madryn kommen lassen würden.
Zeit genug um eine Lektion über angewandtes Projektmanagement zu posten.

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