Samstag, 2. Juli 2011

Gummispiele

Ach. Das Leben könnte so nett sein. So wie gestern. Einfach einen 4x4 mit Fahrer für den Salzsee buchen. Und sich den ganzen Tag um nichts kümmern. Einfach nur photographieren.

Heute sind wir nach Potosi aufgebrochen. Der ganze Clan.

Und wieder einmal – es begann gemütlich. In der Horde sind wir über die Tankstelle hergefallen, wo sich Fahrzeug an Fahrzeug aneinander gereiht hat: ab heute, Samstag, Mittag bis Montag früh gibt es nämlich in Uyuni kein Benzin.

Dann kam ein bisserl Ripio Strecke wieder einmal zur Abwechslung. Ich bin wieder etwas zurück gefallen, nachdem ich wieder einige Photos schiessen wollte. Und wie ich dann wieder weiterfahre höre ich ein metallenes Geräusch. Aber nur im Fahren. Und nachdem das ziemlich nervig ist, versuche ich halt im Fahren den Ursprung des Geräusches zu eruieren.

Und wie ich da auf dieser kurvigen Bergstraße so herum experimentiere und mit dem Kopf über dem Vorderrad hänge, schießt ein Tourwagen ums Eck und nimmt da meinen Spiegel mit. Anyway. Technische Details.

Auf jeden Fall stellt sich heraus, daß irgendwas an meiner (allerdings eh schon deaktivierten) rechten Bremszange klappert. (Kurt hatte mir ja dann die rechte Bremszange deaktiviert, sodaß ich wenigstens mit der linken Vorderradbremszange und dem Seitenwagen bremsen kann) Wie ich dann die anderen einhole und mit Kurt mir das genauer anschaue, stellt sich heraus, daß bei der rechten Bremse, die Haltestifte für die Bremsbacken rausgerüttelt wurden und diese wiederum an der Bremshalterung klingeln. Nun gut. Also noch schnell die gesamte rechte Vorderradbremsanlage abmontiert.

Bei der Weiterfahrt hatten wir dann aber wieder ein nettes Ereignis – wir trafen Harald und  Konstanze. Zwei Deutsche Motorradfahrer, die seit Januar unterwegs sind. Und haben dann brav Reiserouten und Erlebnisse ausgetauscht.

Nachdem es dann wieder später wurde, mußten wir uns dann leider doch wieder voneinander trennen – es war schon 16:00 und wir hatten noch rund 140km bis nach Potosi, unserem heutigen Ziel.

Tja. Und wie ich in einer Pause so mit Fred spreche und zu ihm meine, daß ich meine Hinterradachse noch mal überprüfen muß, weil MrC sich so schwammig anfühlt, fällt ihm auf, daß ich sehr wenig Luft ihm Reifen habe. 1bar. Doch etwas gar wenig.

Also noch mal schnell den Kompressor ausgepackt. Und den Reifendruck korrigiert.

Fred und die anderen fahren auf Grund des Zeitdruckes schon mal vor. (Ach ja. Fred hat übrigens einen undichten Radiator – irgendwo tritt Kühlwasser aus. Auch spannend mit sowas herumzufahren)

Dann fahre ich weiter.

…aber nur um nach 10km schon wieder einen tiefen Reifen zu haben.

Wie ich mir das dann genau anschaue, stelle ich fest, daß ich ein sattes Loch habe. Was es aber genau ist, weiß ich aber bis jetzt noch immer nicht. Auf jeden Fall bastelte ich dann über eine Stunde lang mit meiner Reifen-Fix herum, bis ich dann zuversichtlich war, daß der Reifen die mittlerweile 80km überlebt. Die anderen waren schon lange verschwunden und ich mußte dann diese letzten Kilometer alleine – und mittlerweile wieder in Dunkelheit  - fahren.

Und die Wasserdurchfahrt hat dann auch wieder dafür gesorgt, daß ich nicht an Überhitzung sterbe – bei Abendtemperaturen um die 3C erfreut man sich ja wieder sehr an einer kalten Dusche.

Um 19:30 bin ich dann ausgehungert und halb erfroren endlich in Potosi angekommen. Klar, daß in dem Hostal nur die Motorräder durch die Eingangstür paßten – ich mußte dann noch einen Parkplatz suchen fahren.

Apropos – wir hatten uns heute im La Casona einquertiert. Einem Hotel, wo mir alle bei meiner Ankunft vorgeschwärmt haben, wie angenehm heiß doch endlich wieder einmal die Duschen sind. Mit tollem Wasserdruck. Die beste, die es seit langem gab.

Needless to say, daß – anscheinend weil ich erst nach dem Abendessen und als letzter geduscht habend – nur noch kaltes Wasser verfügbar war.

Naja.

Und mal schauen wie das mit dem Reifen weitergeht.

Aber morgen ist auch noch ein Tag.

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