Donnerstag, 31. März 2011

Immer wenn man nicht damit rechnet - spricht man wieder Deutsch

..gerade kam eine Krankenschwester herein und wir unterhielten uns auf Deutsch. Sie ist in der Nähe von Mendoza geboren und ist seit 31 Jahren hier in Malargue. Und sie hat wie soviele hier eben auch deutsche Vorfahren – und deswegen spricht sie Deutsch.
Genauso wie damals in Bariloche, wie ich von einem Herrn angesprochen wurde – wie fast alle sprechen sie zwar Deutsch. Waren aber dann nie in Europa.
Sie hat dann unter dem Staub und der Trockenheit von der Region geklagt. Was ich absolut nachvollziehen kann. Gerade vorvorgestern hatte ich ja in Barrancas auch meinen Luftfilter wieder gereinigt. Und nach der brutal staubigen Routa 40 kann ich das wahrscheinlich eh schon wieder neu machen – nach genau einem Tag fahren. Schmarrn.
Anyway.
Den Vormittag verbringe ich mit ein bisserl Mailbearbeitung. So ein (wenn auch erzwungener) Ruhetag – also absoluter Ruhetag – hat auch was für sich. Endlich meine „Back-Home-ToDo“ Liste etwas abarbeiten.
Das einzige was etwas mühsam ist – hier in meinem Raum gibt´s Mosquitos. Das war auch der Grund warum ich dann mit Licht geschlafen habe. Sofort wenn ich das Licht abdrehte, gab´s Abendessen. Leider nur für die Mosquitos.
Mittlerweile wurde mir schon erlaubt eine Tasse Wasser zu löffeln. Wenn man sich vorstellt, daß es Suppe sei, schmeckt es gar nicht mal so schlecht.

Aufgeben tut man einen Brief

Hab es gerade geschafft aus meinem OP Gewand wieder in meine Unterhose und T-Shirt zu schlüpfen, Zähne zu putzen – und: so gar das „Baño“ zu benutzen. Manchmal freut man sich auch über Kleinigkeiten.
Und noch mehr habe ich mich gefreut über Pablo, der Krankenpfleger, der mich gestern angesprochen hat - wie er gesehn hat, daß ich wenig erfreut war über meine Situation – und den ich gebeten habe Fred einen Zettel mit einer Nachricht zukommen zu lassen.
Er hat noch in der Nacht vorbeigeschaut und wie er mich schlafend angetroffen hat einen Zettel hinterlassen, daß er hier war. Schoni sehr nett, daß er in seiner Freizeit extra noch einmal hineingekommen ist…
Gestern hatte ich neben Fred auch noch ein paar Besuche in meinem Zimmer: Ein Herr, dessen Tochter auch hier liegt und während sie gestern auf Untersuchungen gewartet haben, gesehen hat, daß ich da gerade auch auf meine Ergebnisse warte. Und wie er gegangen ist, hat er mir noch alles Gute gewunschen. Danach zwei ältere Damen, die mich nach meinem Namen gefragt haben und für mich beten werden.
Und der letzte - Pater Paco, der örtliche Priester, mit dem ich dann noch ein bisserl geplaudert habe. Er betreut das ganze Gebiet hier bis zur Chilenischen Grenze. An manchen Tagen in der Woche fährt er zur Betreuung schnell einmal 300km – Piste!
Und später am Abend kam dann noch mein Chirurg. Der mich gleich aus dem Bett scheuchen wollte. Fred war gerade da – aber später bin ich dann eh schon gleich wieder aufgestanden. Hätte mir nicht gedacht, daß das so schnell nach der OP wieder geht.
Die OP selber war schon irgendwie ein bisserl Abenteuerlich. Wenn einem so die ganzen Geschichten über Ärztefehler einfallen, über Erkrankungen, die man sich in Krankenhäusern zuzieht – im 19. Jahrhundert starben die meisten Leute ja wenn sie eingeliefert wurden. Und ich muß gestehen mein Vertrauen in argentinische Spitäler war nicht sonderlich hoch.
Und, daß mein steriler OP Raum noch nicht gereinigt war, wie ich hineinkam – bzw. er schon war, aber die OP Schwestern daran zweifelten weil noch eine Wasserlacke unter dem Tisch war, oder das Beatmungsgerät, daß man vorbeireitete, einen riesen Funken warf, wie man es anschaltete und alle Leute im Raum in Panik verfielen, half auch nicht sonderlich mein Vertrauen zu steigern.
Aber mir geht´s heute wieder gut. Ich erwarte mein Essen. Sehr sehnsüchtig übrigens – einen Tag nichts zu essen ist für mich ja DIE wirkliche Strafe an der ganzen Geschichte. (Das Krankenhaus an sich gibt ja immerhin eine gute Geschichte ab, finde ich)

Mittwoch, 30. März 2011

Fred ist ein Schatz

…das weiß ich schon länger.
Ich habe einem Pfleger hier gebeten,daß er Fred einen Zettel bringt, dem ich ihm schnell geschrieben habe.
Er hat ihn zwar nicht angetroffen, aber an unserem Campingplatz Bescheid gegebnen.
Und die Leute dort sind ihn dann suchen gegangen – und haben ihn dann auch auf der Haupstrasse fgetroffen
(N8icht wundern wegen der Tippfehler – meine Beine sind von dem Kreuzstich noch gelähmt und ich kann mich daher nicht aufrichten. Und in meinere linken Handvene steckt noch ein Venenfloh, sodaßich diese auch nur zum Vertikalhalten des Netbooks verwenden kann. Somir bleibt nur die rechte Hand mit einem Finger zum tippen…)
Zuerst, dachte er,daß meine bei meinem letztewn Unfall vermutlich gebrochene linke Hand ooperiert werden muß – nachdem er aber kein Spanisch kann, war er zutiefst geschockt, wie ihm die DDAME immer zeigte daß der „Motorista“ Bauch aufgeschlitzt bekommmt. (Schmarrn Anästetikum läßt mich sio zittern, daß ich manchmal Tasten doppelt drücke)
Dann ist er gleich her Jetzt ist er gerade hergekommmen und wir haben besprochen, wie wir weiter vorgehen. Er baut mein Zelt ab und bringt dieses plus Fahrzeug in eine Hospedaje. Am Freitsag werde ich vorraussichtlich entlassen und dann wechsle ich noch für ein ppaar Tagew dort in die Hospedajre. Einfach nur um mich ein bisserl zu erholen.
Nachdem ich ja die ganze Nacht Schmerzen hatte, hab ich gerade einmal ein paar Minuten geschlafen – ich werde mal versuchen da was nachzuholen. Hmmmmm… Bessser noch – Zeit ein paar Filme von der Festplatte anzuschauen und Platz zu machen.

Ein Stück von mir wird immer in Südamerika bleiben...

...mein Blinddarm zum Beispiel.
Ich liege gerade im Hospital Publico von Malargue. Und warte auf meine Narkose.
Frank ein deutscher Motorradfahere, den ich ein paar Mal getroffen habe, hat es mal so herrlich ausgedrückt – „Philipe, sei mir bitte nicht böse, aber Du bist halt einfach ein Scheißemagnet“. Ich mag Frank.
Manchmal habe ich auch schon genug von den ganzen Sachen hier…
In einem fremden Land. In einer fremden Sprache auf eine OP warten. Nope. Gibt schöneres.
Und Fred weiß nicht mal genau was mit mir los ist… Heute um 0700 habe ich ihn zwar geweckt um zu sagen, daß ich ins Spital fahre – habe ihm aber nicht gesagt welches. Und er weiß auch nicht, daß ich operiert werde.
Und ich habe zwar alle meine Wertsachen hier – aber ich kann sie nirgendswo sicher lassen… Echt ein Schass. Ich laße jetzt das Zimmer absperren und lasse dort meinen Rucksack mit der Kamera und der Festplatte zurück. Damit könnte ich alle Photos hoffe ich rekonstruieren.
Und meinen Laptop und Geld werde ich den Krankenschwestern anvertrauen. Auf dem Laptop sind auch bereits alle Photos – bis auf einen Film, der aber nicht wichtig wäre…
Hmmm… Ich muß schon sagen – echt heftig sowas alleine hier durchzumachen. Interessante Erfahrung auf jeden Fall.


[Nachtrag: Bin gerade im Hotel wieder zurück - mir geht´s sehr gut. Mittlerweile finde ich das eigentlich eine klasse Erfahrung. Gibt doch eine gute Geschichte ab, oder?]

Dienstag, 29. März 2011

Äktschn. Videos - da funkts

…oder auch nicht.
Auf der Karte ist groß ein versteinerter Wald eingezeichnet. „El Bosque petrificado". Wir haben uns schon gewundert, daß der Inhaber der letzten Unterkunft, der aus der Gegend dort kommt, diesen nie besucht hatte. Und wie es halt so ist – man sollte auf das Bauchgefühl achten.
Wie wir ankamen, war ein Seil über die Straße gespannt. Und ein Bauer verlangte 5 Pesos (1€) Eintritt pro Person – normalerweise ist der Eintritt bei solchen Sachen gratis.
Es entwickelte sich dann zu einem Suchspiel. Letztendlich haben wir es dann geschafft 3 Baumstümpfe zu finden, die in der Tat versteinert waren.

Naja. Auf jeden Fall braucht sich dieser Bauer nicht darum sorgen, daß ich ihn irgendwann noch einmal mit meiner Anwesenheit belästigen werde.
Dafür gab´s dort ind er Gegend ein paar kleinere Bäche - ich habe das Feedback bekommen, daß Landschaftsvideos zu wenig Dramaturgie aufweisen. Und somit haben Fred und ich beschlossen ein paar spontane, vollkommen ungekünstelte Aufnahmen von einer Wasserdurchfahrt zu machen. Also schnell Fred meine Kamera in die Hand gedrückt. Und ab durch die Mitte.
Bei der ersten Durchfahrt hat die Kamera nicht aufgenommen, weil sich der Video Mode selbstständig ausgeschalten hat. Bei der zweiten Durchfahrt war die Aufnahme von hinten – und bei der dritten Aufnahme: Tja.
Wieder was dazugelernt.
Wie ich nach der zweiten Aufnahme so rauskam aus dem Wasser röchelte mein Motor wie verrückt. Zeigte keine Leistung – ich kam kaum vom Fleck.
Der erste Gedanke war, daß mein anfängliches Problem von der Reise mit dem Motor, welches sich genauso äußerte, wieder auftrat.
Aber es stellte sich heraus, daß das Problem viel einfacher war.
Durch den Wasserschwall bei der Durchfahrt wurde der Zündstecker soweit hinaufgeschoben, daß Wasser eintrat und der Kontakt zur Zündkerze nicht mehr da war. Somit lief MrC nur mehr auf einen Zylinder.
Also schnell den Kontakt getrocknet.
Nachdem mir dann etwas die Lust vergangen war für weitere Aufnahmen, gings flott weiter. Richtung Bardas Blancas.
Der Camping Platz dort war ein her-vor-ragendes Exemplar dieser Gattung. Die Baños ein Bretterverschlag mit Schwerkraftspülung. Der Boden nicht nur staubig sondern auch spitz-steinig. Aber dafür war die Lage sehr verkehrstechnisch gut gelegen.
Die Entscheidung nach Malargue weiter zu fahren viel uns nicht schwer.

Montag, 28. März 2011

Hunde und Facelifts

Nun ja. Vor dieser Reise dachte ich mir, daß nicht alle Hunde schlecht sind.

Hmmmm…. Und jetzt… Sagen wir so. Ich verstehe jetzt warum die Chinesen und Koreaner Hunde essen.

Sch***Köter. Pinkeln mir alles voll.

Das Problem an diesen Viechern ist ja, daß wenn einer mal hingepinkelt hat – jeder andere herumstreunende Köter auch das Bedürfnis hat mir ein Andenken für die Weiterreise mitzugeben.

Also heute wieder mal meine Abdeckplane gewaschen – 4x6m. Um am Ende festzustellen, daß dieser Köter die irgendwie in die Ecke geworfene Plane auch auf der Rückseite signiert hat.

Anyway.

Dafür hat jetzt MrC ein Facelifting verpaßt bekommen – ein Rundum Service. Lauter Kleinigkeiten, die ich in Summe aber notwendig fand: Diverse lose Kabel mit Kabelbinder fixiert. Die Reifenfix-Dose, Glühbirnen & Sicherungen und ein Feuerlöscher wurden für einen Schnellzugriff am Rahmen montiert. Reifenschläuche, Luftfilter, mein großer Drehmomentschlüssel und ein Haufen sonstiger Ersatzteile, die ich (hoffentlich) nicht benötigt, wurden in diversen Ritzen versenkt. Und dadurch, daß diese sperrigen Sachen aus meiner Box raus sind, habe ich dort jetzt gleich mehr Platz und konnte da eine Packtasche verräumen.

Aber ich bin mit dem Aussortieren des ganzen Zeugs, welches ich mithabe, noch gar nicht fertig – aber morgen geht´s endlich wieder mal weiter. Wir sind ja schon 3 Nächte jetzt hier in dieser Hospedaje.

Mal schauen – Richtung Mendoza, die Routa 40 hoch. Aber ich denke nicht, daß wir vor einer Woche dort ankommen. Dafür machen wir zu viele Abstecher – und langsam komme ich auf den Geschmack des Pistenfahrens. So ein bisserl weg von der Zivilisation hat schon seine Reize… (Naja. Auf das mit dem Schneesturm könnte ich aber durchaus verzichten)

Work life. [Video]

Die letzten Tage waren intensiver. Diesmal aber im angenehmen Sinne.
Mr. Churchill bekam (und wird heute noch weiter bekommen) ein paar Umbauten und Aufräumarbeiten. Endlich komme ich dazu mitgeschleppte Sachen sinnvoller anzuordnen. Zum Beispiel habe ich einen (im strengen Sinne in Argentinien verpflichtend mitzuführenden) Feuerlöscher (den aber sonst keine Sau mitführt) aus den Untiefen meiner Kiste herausgenommen und mit der Halterung außen montiert. Ich glaube zwar nicht, daß er es dann bis Europa zurück schafft – dafür gibt´s es doch zuviele Finger zwischen Südamerika und Österreich, aber zumindest die paar Monate, wo ich ihn noch habe, hätte ich ihn endlich gut im Zugriff.
Im Perito Moreno Nationalpark habe ich ja einmal selber erlebt, wie ein bereits gelöschtes Feuer durch den Wind wieder entfacht wurde. Wenn man es nicht erlebt hat, kann man sich gar nicht vorstellen, wie schnell sowas gehen kann – innerhalb von 5min, war das Lagerfeuer wieder voll entfacht. Und bei der trockenen Erde und den starken Winden hier, finde ich so einen Feuerlöscher gar nicht mal so verkehrt. Insbesonders nicht wenn man auf Lagerfeuer nicht verzichten möchte – wozu ich mich bekenne…
Mal schauen, was ich heute noch so herumschraube heute. Es kommt dann irgendwann später noch ein Update zu „Mr. Churchill New“.

Und ich habe es endlich geschafft meine HD Videos sinnvoll zu verarbeiten – Picasa bietet endlich eine Möglichkeit an, diese auch darzustellen und hochzuladen.
Und das wollen wir doch gleich mal testen. Anbei ein Video von vorgestern, wie wir auf einem der Pässe gestanden sind und eine kurze Trinkpause gemacht haben: https://picasaweb.google.com/philipe.reinisch/Videos#5589084265240297010

Samstag, 26. März 2011

Und ein paar Photos zu den ganzen Tagen [Pics]

Tja. Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte -auch wenn es mehr als 100 sind... :-)

[Nachtrag zu der Passüberquerung von letzter Woche]

Philipe´s Endurogespanntraining - Teil 3

Ich liege gerade in einem Bett. (Für den Standort siehe unten) Für die meisten Leute nichts ungewöhnliches. Für mich schon. Zumindest die letzte Woche.
Und wir haben heute was ganz luxuriöses gemacht - wir waren Essen. So mit Bier welches zum Tisch gebracht wird. Und Servietten. Sehr fein sowas!
Heute hatten wir noch einen sehr intensiven Fahrtag.
Die heutige Etappe brachte uns:
a) Schlammdurchfahrten (wo man nie weiß, ob man nicht doch mitten im Fluß stecken bleibt)
b) Fahren im Gefälle (d.h. man steht schief - was bei einem Gespann eine sehr spannende Sache ist)
c) Kurven Fahren im Gefälle  - mein persönlicher Liebling: die Straße ist nach links abschüssig. Es geht bergauf. Und man hat eine rechtskurve. Jeder der Gespann fährt weiß - ein Hochgenuß
d) So zum drüberstreuen als Abschluß der Vulkantour: Sandfahren. Man eiert dahin, weil der angetriebene Hinterreifen keinen Grip findet.
Und nachdem das ganze wirklich anstrengend ist - Time for Bed. Sehr, sehr fein!

PS: Yap. Geduscht wurde heute auch.



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Mr. Churchill
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...und wie wenn nichts gewesen wäre - jetzt scheint wieder die Sonne

Aber was für eine Höllennacht!...
Ich lag in meinem 8m langen Wasserrohr. 2mm dickes Wellblech. Mit M15 Schrauben zu einer Röhre verschraubt. Und mich hat es hin und her geschüttelt.
Ein Sturm, den ich noch nie erlebt habe. Ich habe nur das Quietschen von Mr. Churchill gehört, wie er hin und hergeworfen wurde. Das Heulen des Sturmes war ohrenbetäubend.
Fred ist noch nicht wach. Ich war zwar kurz aus der Röhre hinaus um ein paar Photos zu schießen, aber nachdem das Wasser in der Röhre noch immer hart gefroren ist, war aus dem Schlafsack hinaus zu kriechen nicht die beste aller Ideen… Ich bin schon neugierig wie es Fred ergangen ist in der Nacht in seinem Zelt.
Trotz dem Geschüttle bin ich eigentlich recht gemütlich gelegen. Das einzig mühsame, waren die verschiedenen Lagen die beim zusammenkuscheln sich immer wieder verschoben haben: Meine Abdeckplane zu unterst. Dann mein Biwaksack. In meinem Biwaksack mein Winterschlafsack, wie schon gestern geschrieben. Im Schlafsack mein Hüttenschlafsack, den ich immer versuche so zu legen, daß ich mit der Haut nicht am Schlafsack ankomme (Daunenschlafsäcke verlieren an Isolation wenn man sie wäscht – deswegen versuche ich immer nur den Hüttenschlafsack zu waschen. Den dafür öfter… ;-)  ). Unter dem Winterschlafsack noch den aufblasbaren Kopfpolster (der es liebt zu verrutschen – genau dann wenn man sich endlich zurechtgezupft hat)
…und nicht zu vergessen den Ipod, dessen Ohrhörer dann ganz am Ende wieder rausrutschen, wenn man endlich eine bequeme Position gefunden hat.
Und das ganze beginnt nach 3 Minuten von vorn – weil man von den staubigen Straßen eine ganz verlegte Nase hat und diese noch vor dem Einschlafen mal putzen muß.
Aber wenn man mal die bequeme Position gefunden hat, liegt man eigentlich echt bequem. Muß man schon sagen. Die Exped Downmat Luftmatratze ist wie ein Wasserbett. Der Deuter Exosphere Schlafsack schön warm. Und der absolut luftdichte Exped Biwaksack hält die Elemente draussen.
Hmm.. Meine Finger sind schon von den zwei Minuten Tippen ganz klamm. Zeit aufzuhören.
Ach – Noch Reminder für mich selbst: Kein Knoblauch essen vor Nächten in einem Biwaksack. Sehr schlechte Idee.

Freitag, 25. März 2011

Vom Regen in die Traufe. Oder in den Schnee.

…Nun ja. Schlaf wird ja überbewertet. Dank den argentinischen Spätankömmlingen bei der Lagune.
Um ca. 12:00 sind wir dann nach einem Brunch (Omelette mit Mais auf dem Benzinkocher) endlich weggekommen. Coco, der Chef der Guardiafauna hier in der Region Norte, hat uns dann noch ein Brot geschenkt, wie er hörte, daß wir die Nordroute nach Barrancas nehmen wollen.
Vielleicht hätte ich ja stutzig werden können, wie er mich fragte, ob ich Reifenflickzeug mit hätte. Aber ich nahm nur seinen Hinweis zu Kenntnis, daß die ersten 70km schlecht sind. Dann kommt wieder normale Piste.
Und die Gelädewagen, die uns entgegen kamen hatten große Augen , wie sie uns sahen. Und hielten uns an um uns dann mitzuteilen, daß die Serpentinen auf den 3000m-Paß hoch mit Fußballlgroßen Felsblöcken übersäht sind.
Hmmm….
Ich werde das ganze wohl etwas abkürzen.
Meine Finger sind schon ganz klamm und ich treffe die Tasten nicht mehr.
Wir hatten die härteste Enduroerfahrung, die ich mir je vorstellen konnte. Immense Steigungen auf losen Steinen in der größe zwischen Taubeneier und Strausseneier.
Aber wir haben es geschafft. Und sogar Fred, der erfahrene Endurowelttenbummler meinte, daß er da schon an seine Grenzen kam. Und ich mit dem Gespann bin sogar nur zweimal hängen geblieben – und habe dafür von Fred ein großes Lob bekommen (Nachdem er damit sehr sparsam ist, freut mich das ungemein)
Leider hat uns dann ein Schneesturm überrascht. Und somit liege ich gerade in einem großen Wasserrohr in meinem Biwaksack auf meiner Zeltplane. Im Biwaksack mein Winterschlafsack und darin mein Hüttenschlafsack. Mein Sommerschlafack liegtz griffbereit neben mir im Biwaksack – falls es doch noch kälter werden sollte. Hoffentlich hört der Schneefall bald auf. Eingeschneit auf 2500m – naja. Ich würde mir bei Südamerika was anderes vorstellen.
Anyway.
Ich spüre meine Finger gar nicht mehr. Und werde mal meinen Laptop wasserdicht wegpacken. (an meinem Fußende habe ich meine Zeltrolle und meinen Motorradanzug als Windschutz aufgebaut – am Kopfende meine Packtaschen und meinen wasserdichten Fotorucksack)

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Lago Varvarco Campo ist Vampirfrei

…Das ist die gute Nachricht. Nach dem heutigen Abendessen von Kotelettes am Holzgrill mit Kartoffelpüree mit 5 Zehen Knoblauch und einem Avocado-Zwiebel-Tomaten-Knoblauch Salat ist die gesamte Gegend garantiert frei von etwaigen Vampiren.
Die schlechte Nachricht: es hilft leider nichts gegen Argentinier, welche um 02:30 in dieser idyllischen Lagune fernab der Zivilisation ankommen und beschließen diese herrliche ruhige Landschaft zu befeiern.
Ach. Schlaf wird sowieso überbewertet. Und somit liege ich halt im Zelt und mach was produktives - tippen. Meine Thetawellen können warten.

Nachdem wir gestern in Varvarco unsere Vorräte aufgefüllt haben, sind wir dann ca. 70km nördlich zu einem See gefahren. Die Piste war recht breit und im allgemeinen recht einfach zu befahren. Obwohl es durchaus auch wieder anspruchsvollere Passagen beinhaltete. Insbesonders das Thema Fluß- und Bachdurchfahrten wurde bei meinem Gespannendurotraining intensiv durchgenommen.
Es ist eine gute Vorbereitung für die Flußdurchquerung, die noch ansteht: eigentlich ist unsere Route bei einem Erdbeben abgeschnitten worden – eine Brücke ist eingestürtzt und man kann nicht so ohne weiteres nach Barrancas, welches auf der Routa 40 (der Hauptverbindungsstraße in den Norden) liegt, kommen. Aber wie ich in der letzten Touristeninfo gefragt habe, wurde uns gesagt, daß es irgendwo eine seichtere Stelle gibt, wo man den Fluß dann passieren kann. Bin schon neugierig, was uns da erwartet.
Die längste Durchfahrt war heute 15m. Ich denke mal das wird noch mehr werden.
Es ist ein eigenartiges Gefühl wenn das Wasser so 30cm hoch ist und man da durch gleitet. Die Schwierigkeit ist, daß dann manchmal große Steine im Wasser sind, wo man nur wenig ausweichen kann – man muß dann vertrauen, daß der Reifen seinen Weg findet. Aber es bleibt teilweise ein großes Geschüttle – speziell beim Gespann, da da ja der Seitenwagen auch über einen Stein drüberhupfen kann, was dann auch zu einem seitlichen Gerüttle führt.
Das wichtigste dabei ist, daß der Motor nicht abstirbt – teilweise liegen ja schon Motorteile und sogar der Auspuff unter Wasser. Auch bei der Entlüftungsöffnung vom Endantrieb oder bei der Trommelbremse kann Wasser eindringen, wenn man nicht zügig durchfährt.
Also einfach ersten Gang rein, Lenker locker lassen, damit der Reifen seinen Weg findet, gefühlvoll Gas geben, und Augen zu und durch. Wichtig ist, nach der Durchfahrt nicht sofort Motor abzustellen und Photos von Fred zu machen – was durchaus verlockend wäre. Sondern noch ein paar Minuten den Motor weiterlaufen zu lassen, damit etwaiges Wasser entweichen kann.
Die Gegend wirkt etwas verlassen – es gibt jetzt auch die nächsten 150km keine wirklich größere Siedlung mehr. Nur noch gelegentlich Hütten von irgendwelchen Schaf- und Rinderhirten.
Aber für die nächsten zwei Tage haben wir noch genügend Nahrungsmittel mit – die frischen Sachen haben wir aber jetzt schon vertilgt. Die kommenden Tage werden dann Dosen und Instantfutter sein. Und nicht zu vergessen: Mashmellows! – ich habe Fred von dem Genuß dieser Zuckerbomben überzeugen können.
Leider ist heute Freitag – ich befürchte also, daß auch diese unberührte Gegend von irgendwelchen Wochenendausflüglern belagert wird. Trotz dieser herrlichen Lagune haben Fred und ich schon beschlossen morgen weiter zu fahren – uns ist zuviel Trubel hier.
Und ich bin übrigens froh einen Schlafsack zu haben, der Komfortbereich bis -8C bzw. Extremtemperatur -25C hat. Gestern hatten wir am Morgen um 0800 wie ich aufgestanden bin -1,6C. Der Minimumrekord bis jetzt. Nachdem ja hier gerade der Herbst kommt fallen auch wieder die Temperaturen. Insofern paßt es mit meiner Reiseroute gut zusammen, daß ich in den Norden hoch fahre.
Das soll aber nicht heissen, daß es dann tagsüber nicht wieder auf 28C hochgehen kann – heute haben wir eine Stunde fahren müssen um eine angenehm schattige Stelle für unsere Mittagspause zu finden.
Auf solchen Pistestrecken sind die Tageskilometer wirklich sehr reduziert. Mir wurde vor meiner Abreise gesagt, daß 150km für Piste viel sein können. Und ich habe das damals nicht verstanden. Klingt doch nach wenig. Aber wenn man dann Strecken hat wo man dann mit viel Konzentration so 30kmh dahingleitet, ist man dann schon froh wieder abzusteigen.
Wichtig ist auch, daß man bei Einbruch der Dunkelheit die wichtigsten Sachen schon vorbereitet hat. Mit Taschenlampe und Scheinwerfer, der an der Steckdose von Mr.C hängt, geht es zwar auch. Aber es ist ungleich mühsamer. Da es derzeit um 19:48 dunkel wird, versuchen wir daher ab 16:00 einen Platz zum campen zu finden. Meistens wird es dann eh 18:30. Und bis wir dann abgeladen haben, Zelt aufgebaut, Matte und Schlafsack herausgekramt und Essen vorbereitet haben, ist es dann meistens eh schon 21:00. Mit Asado wird’s dann 22:00.
Am nächsten Tag stehen wir dann irgendwann um 09:00 auf – Sonnenaufgang ist derzeit um 07:45. Und meistens packen wir zuerst zusammen, Morgentoilette und machen danach Frühstück. Bis dann wieder alles aufgesattelt ist und wir dann wirklich abfahren, ist es auch schon 11:30 oder 12:00.
Tja. Und nachdem ja meine Reise nicht so einfach problemfrei sein kann, habe ich einen neuen Handlungsstrang – bei meinem Zelt reißt an mehreren Stellen die Befestigung des Innenzeltes am Außenzelt ein. Wenn wir wieder einmal einen Reiseruhetag einlegen, werde ich ein paar Photos machen und das Exped, dem Hersteller schicken. Nachdem ich das Zelt gerade vor 6 Monaten gekauft habe, hoffe ich, daß man da was machen kann. Zumindest sollte das bei einem Zelt in der Preisklasse definitiv nicht sein.

Donnerstag, 24. März 2011

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Mittwoch, 23. März 2011

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Fliessend Warmwasser. Auch fein

Ich stehe gerade – wieder einmal - vor der Bibliothek in Varvarco und tippe hier mein Tagebuch.

Fred ist gerade in der Bibliothek und checkt ob sein Email wegen der wichtigen Felgenlieferung an ein Hotel in Düsseldorf durchgegangen ist. Mitten in der Pampa hatten wir ja vor einem einsamen Haus zwei andere Biker aus Santiago de Chile getroffen, wovon einer von denen durch Zufall nächste Woche in Düsseldorf ist und Fred eine Felge mitnehmen würde. Seine alte hat schon Sprünge und er hat große Sorgen, daß diese eine Fahrt in die Atacama Wüste nicht überleben würde. Nachdem das überleben der Felge in diesem Fall unter Umständen auch an sein Leben geknüpft wäre, möchte er da doch kein Risiko eingehen… Und das Besorgen von dieser Felge ist fast genau so ein großes Unterfangen wie meine Ventilspieleinstellschrauben – welche ich mir dann auch von Deutschland aus mitnehmen lasse. (Ich hatte ja nur zwei von Sandra mitgebracht bekommen – die zwei anderen welche per Post kommen sollten, kamen ja nicht an. Und auch wenn Mr.C gerade recht tadellos fährt – auch gestern auf ca. 2560m – möchte ich da kein Risiko eingehen, falls mir beim Ventilspieleinstellen wieder etwas eingeht…)

Wir haben gerade zwei Tage wild campen hinter uns – wir sind von Varvarco eine Stichstraße nach Norden gefahren in der Hoffnung wieder eine nicht in den Karten eingezeichnete Verbindung nach Barancas zu finden (was wir ja in den letzten Tagen schon öfters erlebt hatten)

Und diese Route war ein echter Traum! Sogar Fred war schwer beeindruckt und meinte, die letzten Tage mit dem Vulkanpass und diese Rundtour hier war das Schönste was er bis jetzt in Südamerika gesehen hat. Und ich schließe mich dem an!...

 

Das mit dem Wildcampen ist noch etwas ungewohnt – von gestern auf heute haben wir in der Nähe von heissen Quellen gecampt. Das einzige was etwas gestört hat war das Schild „Acampar prohibido".Aber sind nur technische Details.

Heute in der Früh haben wir es uns nicht nehmen lassen noch zum Abschluß dann ein längeres Bad zu nehmen – was wir dann etwas bereut haben, weil nach dem Bad in diesen Schwefelbädern war unser beider Kreislauf etwas durcheinander (was man normalerweise gerade mal von einer Flasche einheimischen Pisco so kennt. Normalerweise auch fein. Zum Motorrad fahren allerdings nicht optimal.)

Anyway.

Jetzt haben wir uns beide schon wieder erholt, waren gerade „shoppen" – was bei den Supermärkten hier eine recht überschaubare Sache ist. Ein Raum. Bis oben hin voll mit Regalen. Die Auswahlmöglichkeit beschränkt sich auf: es gibt ein Produkt – oder nicht. (Verschiedene Arten von z.B. Geschirrspülmittel?... Ach. Wozu. Reicht ja eines.)

Generell wird man ja recht flexibel. Das Fleisch für unser Asado heute wurde frisch vor unseren Augen zurecht geschnitten. 20 arg. Pesos pro Kilo (4€). Rippenfleisch. Zurechtgeschnitten mit der Eisensäge direkt auf der Tiefkühltruhe. Wozu denn auch eine sterile Unterlage. Das Feuer tötet sowieso alle Bakterien ab. Oder Keime. Oder was auch immer da kreucht. Und sicherheitshalber gibt´s noch einen Pisco hinterher – den lokalen Grappa. (Den wir interessanterweise in dieser 400 Seelen Gemeinde aber bis jetzt noch nicht auftreiben konnten. Unschön. Naja. Haben ja noch Zeit hier in dieser Metropole das aufzutreiben.)

Vollgetankt haben wir auch beide wieder – aus einem 35l Kanister einer Frau hier, die uns dann auch gleich noch eine selbstgemachte Marmelade angedreht hat. Lecker! (Fein, daß Fred auch den weltlichen Genüssen nicht abgeneigt ist. Wir lassen uns ja wirklich gut gehen hier… Gestern gab´s zum Abendessen übrigens Spargelcremesuppe mit Croutons, Reis mit Gemüse und Huhn und Omelette und als Nachspeise Mashmellows am Lagerfeuer – begleitet vom Glaserl argentinischen Rotwein. Sehr fein. Wahrlich.)  

Heute geht´s dann weiter über Manzana über die nördliche Piste Richtugn Barrancas. Wildcampen. Also wieder totale Pampa. Naja. Oder eigentlich weil es eben soviel so sehen gibt – eben nicht.

Montag, 21. März 2011

Duschen wird überbewertet - oder doch nicht?

Sitze gerade in meinem Zelt…
Falsch. Bin gerade auf die Steinbank…
Falsch. Habe gerade auf eine Holzbank und –tisch mit Sone vor meinem Zelt gewechselt. (Bei 7,6C um 09:15 ist das wesentlich angenehmer…)
Wir sind gerade in Varvarco – einer 400 Seelen Gemeinde knapp neben dem Middle-of-Nowhere.
Gestern sind wir ca. um 12:30 aufgebrochen und um ca. 18:30 angekommen. Na gut – wir haben dann noch einen ca. 2h Aufenthalt in Antacollo mit Mittagessen und Photos hochladen gemacht. Trotzdem haben wir gestern unseren Tagesminimumrekord aufgestellt – 63km.
Aber heftigste Piste… Ich habe da sehr viel über Endurogespannfahren gelernt… ;-)
..Straßen, die gerade mal 2,5m breit sind – dabei rechts der Berg, links 50m direttissima bergab. Steine so groß wie Fußbälle auf der Straße, Bachdurchquerungen – klarerweise direkt in der Kurve und danach geht´s steil bergauf sodaß es der 1 Gang gerade noch schafft. Bergabfahrten wo man im ersten Gang fährt – und trotzdem noch fest die Hand und Fußbremse betätigt.
..und klarerweise einspurig. Alles.
Nach ein paar Stunden fahren ist man dann doch recht ko. Naja. Und die Temperaturen tun ihr übriges – gestern waren es nur noch maximal 32C.
(Im Vergleich zu vorgestern – da hatte mein Thermometer am Motorrad 38C.)
Nach drei Tagen ohne wirkliche Dusche freuten wir uns beide schon auf Varvarco. Ein „echter" Campingplatz. Mit fliessendem Wasser. Und laut dem Polizeichef von Antacollo – sogar mit warmen Wasser! Ach welch Wohltat.
Aber wie wir so ankamen und bei der Touristeninfo nach dem Campinplatz fragten, sagten die uns .. Tja. Entweder ein Caban~a um 180 arg. Pesos (36€, da können aber 4 darin schlafen) oder Campingplatz – um 10 Pesos (2€). Dafür nur mit kaltem Wasser…
Ich habe geflucht wie ein Rohrspatz – aber wir haben uns dann für den Campintplatz entschieden. Und gleich dort bezahlt und dafür den Schlüssel für das Bad bekommen.
Danach noch kurz beim lokalen Supermarkt eingefallen und eingekauft. Nachdem ich noch von dem netten Campingplatz in der Nähe von Antuco (noch drüben in Chile) einen Sack Kohle (1000 chil. Pesos, 1,5€) mit mit herumführe wollten wir unbedingt ein Asado machen. Tja. Nur der Supermarkt hatte kein Fleisch… So ein Schass.
Naja. Also Zelt aufgebaut. Und dann dachte ich mir – kein warmes Wasser. Kein Fleisch. Das kann´s nicht sein…
Also einen Passanten mit Kinderwagen angesprochen. Der mir dann doch noch zwei Orte sagte, wo ich nachfragen könne.
…aber an einem Sonntag? Und in der Tat hing ein dickes Schild „Cerrado" (Geschlossen) im Schaufenster. Nach meinem schüchternen „Hola" hörte ich ein tappseln, das Schild drehte sich, die Tür öffnete sich.
Ein Griff in die Tiefkühltruhe später hatte ich dann 4 Scheiben frisch mit der Fleischsäge abgeschnitte Kotellettes mit 800g in der Hand. 15 arg. Pesos (3€) wechselten den Besitzer und ich verließ mit einem Lächeln den Laden. (Und der streunende Hund sah mich und bekam auch ein Lächeln. Nach einer kleinen Diskussion sah er allerdings ein, daß er von mir nichts kriegt – auch wenn er es mit einigem Knurren quittierte)
Und wie ich zurückkam sprach mich Fred an. Die gute Nachricht – ich brauche mir keine Sorgen um das warme Wasser zu machen. Die schlechte Nachricht – weil es auch kein kaltes gab.
Mittlerweile kann ich auch schon recht gut in Spanisch fluchen.
Also wieder zur Touristeninfo hingestapft. Am Weg dorthinkamen mir zwei Caballeros – Reiter – entgegengetrottet, die mich nett mit einem „Que tal?" grüßten. In meiner Stimmung bedankte ich mich dafür und meinte „Sehr schlecht. Es gibt nicht einmal gar kein Wassser am Campingplatz". Er murmelte dann sowas wie „Ach. Geh dorthin.Der kann Dir helfen" und deutete in irgendeine Richtung. Und trottete weiter.
Natürlich hatte die Touristeninfo schon zu. Eh kloa.
Naja. In meiner Verzweiflung dann Richtung dem Hinweis zurückgestapft. Und einfach beim erstbesten Haus dort nachgefragt.
Und in der Tat – Mariano, der Bewohner kam dann mit mir mit und drehte den Haupthahn vor der Hütte auf.
Nachdem ich ihm halt unsere Leidensgeschichte mit dem Duschen erzählte, fragte er mich ob wir denn nicht warm duschen wollen.
Ach. Das Angebot lasse ich mir doch nicht zweimal sagen.
Und so sperrte er uns einfach ein Caban~a auf.
HERRLICH. Sich so richtig sauber zu fühlen. Zuerst wollte Fred nicht,weil ihm das kalte Wasser reichte – aber wie ich mit einem breiten Strahlen zurückkam, hatte er es sich doch auch wieder anders überlegt.
Davor gab´s noch ein herrliches Asado mit Champignongreis und Zwiebel-Gurken-Avocado Salat. Dazu ein Biertschi. Und Pisco-Cola.
Herrliches Leben.

Sonntag, 20. März 2011

...und ein paar Eindrücke von vorvorgestern...








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Und noch ein paar Eindrücke - von vorgestern


















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Middle of Nowhere. Keine Dusche. Aber Internet.


…so wie es sich gehört.
Duschen wird sowieso überbewertet!
Sind gerade auf Internet Pause in Antocollo – einer staubigen Provinzstadt.
Keine Ahnung was gerade mit der Formatierung hier nicht funktioniert. Aber ich lade mal schnell ein paar Bilder von gestern hoch. Ein echt genialer Motorrad Tag. Mit einer absolut einzigartigen Vulkanlandschaft...
Und am Abend dann wild gecampt - an einem Ort, wo es nie einen Einreisestempel geben wird: im Niemandsland zwischen Chile und Argentinien










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